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Veranstaltung: Das Vogtland im Visier: Rechtsextreme auf dem Vormarsch?

erstellt von Volker Herold zuletzt verändert: 25.03.2010 18:38

Podiumsdiskussion im Malzhaus

Veranstaltung: Das Vogtland im Visier: Rechtsextreme auf dem Vormarsch?

Am 20.04.2010 findet in Plauen unter Beteiligung des Fanprojekt Plauen-Vogtland e.V. eine Podiumsdiskussion zum Thema "Das Vogtland im Visier: Rechtsextreme auf dem Vormarsch?" statt.

 

Ausführliche Informationen:

 

Einladung und Programm zur Podiumsdiskussion:

"Das Vogtland im Visier: Rechtsextreme auf dem Vormarsch?"

 

Dienstag, den 20.4.2010, 19.00 – 21.00 Uhr

 

Malzhaus, Alter Teich 7-9, Plauen

 

 

„Angstraum Vogtland. Wie in kaum einer anderen Region, haben es Neonazis geschafft, im thüringisch-sächsischen Vogtland den Alltag zu dominieren“, heißt es in einem Presseartikel vom August 2009. Ein überregional aktives Netzwerk aus rechtsextremen Parteien, Kameradschaften, Cliquen, Musikgruppen, etc. agiert im Dreiländereck zwischen Sachsen, Thüringen und Bayern. Szeneläden und eigene Häuser und Treffpunkte bilden die logistische Basis zum Verbreiten rechtsextremer Ideologie.

 

Zielgruppen brauner Agitation sind längst nicht nur Kinder und Jugendliche. Mit bürgernahen Politikthemen, dem Aufgreifen kommunaler und sozialer Problemlagen, möchte die NPD in der Mitte der Gesellschaft punkten und vom Image einer ewiggestrigen Schlägertruppe wegkommen. Konterkariert wird dieses Anliegen nicht zuletzt durch die so genannten Freien Kräfte, auf deren Unterstützung die rechtsextreme Partei bei Aufmärschen und im Wahlkampf zurückgreift. „Es herrscht Krieg in Deutschland. Wir sind bereit!“, tönte die Rechte

Aktionsfront Reichenbach (RAF) nach dem gescheiterten Aufmarsch Rechtsextremer am 13. Februar in Dresden. Die JN, die Jugendorganisation der NPD, gibt sich kämpferisch mit Parolen wie „Kampf der Rotfront. Erst unser Volk, dann all die anderen. Anti-Antifa organisieren”. Die aus im Vogtland stammende Rechtsrockband Haftbefehl liefert die Begleitmusik für Hass und Gewalt: „Den Kampf auf die Straßen tragen, hier und jetzt sofort. Nationaler Sozialismus gehört an jeden Ort!“.

 

Mit unserer Veranstaltung möchten wir einen Blick werfen auf Strukturen und Strategien der extremen Rechten. Der Journalist Christoph Ruf wird von seinen Recherchen erzählen, die ihn quer durch die Bundesrepublik führten und die ihn überall in der Republik „national befreite Zonen“ finden ließen. In der anschließenden Diskussion möchten wir uns dann intensiver mit der Frage auseinander setzen, wie sich die Situation im Vogtland darstellt und welche Gegenstrategien notwendig und erfolgsversprechend sind. Sie sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren!

 

19:00 Uhr Begrüßung und Einführung in das Thema - Ellen Esen, Politikwissenschaftlerin

 

 

19:15 Uhr In der NPD – Reisen in die national befreite Zone Lesung mit Christoph Ruf, Journalist und Buchautor

 

 

19:45 Uhr Rechtsextremismus im Vogtland – Erscheinungsformen und Gegenstrategien

 

 

Podiumsgespräch mit:

 

René Weber, Move-Vogtland, Kontaktstelle gegen rechts, Plauen

 

Benjamin Zabel, Stadtrat Plauen

 

Volker Herold, Fanprojekt Plauen-Vogtland e. V.

 

N. N., Polizeidirektion Südwestsachsen (angefragt)

 

 

Moderation

 

Ellen Esen

 

 

Der Eintritt ist frei.

 

Der Veranstalter behält sich vor, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende

Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
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